Memorial Park Housen

12.03.1919 - Petingen

Todesursache: Granate

Petingen, 12. März. – Grausiger Tod. In der Nähe der Prinz-Heinrich-Werkstätten liegen noch eine Unmenge deutscher Granaten, die von der seinerzeit hier stationierten Flakabteilung herrühren und jetzt mit Erde überdeckt sind. Der 24-jährige Werkstätten-Schreiner Joh. Conter grub gestern Nachmittag einige der Granaten aus, um sich die kupfernen Hülsen anzueignen. Als er zu diesem Zweck auf die Granaten los hämmerte, explodierte eine davon und verletzte Conter tödlich. Der linke Arm und die rechte Hand wurden ihm je zur Hälfte weggerissen, die Beine hingen nur mehr lose am Körper; der Mann starb eine Stunde später. Er stand erst im 24. Lebensjahre, war verheiratet und Vater eines 13 Monate alten Kindes. Er war aus Niederkerschen gebürtig.

Niederkerschen, 12. März. Unfall. Beim Zerlegen einer Handgranate auf hiesigem Banne explodierte das Geschoß; dabei erlitt der Schreiner Joh. Conter derartige Verletzungen, dass er kurze Zeit nachher verschied.

Todesopfer:

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CONTER Johann
Quellenangaben:

Escher Tageblatt vom 13.03.1919

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